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Das Bewusstsein für das Myelom schärfen und die Diagnose verbessern!

In einer von der MPE durchgeführten europaweiten Untersuchung, bei der die Erfahrungen von Patienten und Hämatologen mit der Multiplem Myelom untersucht wurden, zeigte sich, dass die Diagnose über 5 Monate dauern, mehr als 4 Arztbesuche erfordern und den Besuch bei mindestens 3 verschiedenen Fachärzten mit sich bringen kann. An der Erhebung nahmen mehr als 600 Myelompatienten und 80 Hämatologen aus ganz Europa teil.

Um Ärzte bei der Früherkennung des Myeloms zu unterstützen, hat das MPE in Zusammenarbeit mit seinen europäischen Mitgliedsorganisationen, unter anderem auch mit der AMM-Online, einen Myelom-Diagnosepfad entwickelt, der die wichtigsten Anzeichen und Symptome des Myeloms sowie die Tests und Untersuchungen beschreibt, die bei Verdacht auf ein Myelom durchgeführt werden sollten.

Um dies allen Ärzten zugänglich zu machen, würden wir uns freuen, wenn möglichst viele diese Infografik an ihre Hausärzte und Orthopäden weitergeben würden. Bitte ausdrucken und zum nächsten Artbesuch mitnehmen! Vielen Dank!

Fortschritte beim Multiplen Myelom

In einem Pressegespräch im Rahmen des internationalen Awareness-Monats für Blutkrebs im September wurden Fortschritte in der Behandlung von malignen hämatologischen Erkrankungen diskutiert. Univ.-Prof. Dr. Gabriela Kornek, Ärztliche Direktorin des AKH Wien, betonte die beeindruckenden Fortschritte bei der Behandlung von multiplem Myelom (MM) 

  • Neue Therapiekombinationen haben das durchschnittliche Überleben mit MM auf fast 10 Jahre erhöht
  • In der Erstlinie gilt eine Triple-Therapie aus Proteasom-Inhibitor, IMID und Dexamethason
  • Bei transplantierbaren Patienten hat die Zugabe eines anti-CD-38-Antikörpers Vorteile gezeigt
  • Für Rezidiv-Patienten stehen innovative Therapieansätze wie Immuntherapie mit bispezifischen Antikörpern und CAR-T-Zelltherapie zur Verfügung
  • Allerdings ist die Produktion für die CAR-T-Zelltherapie nicht ausreichend, weshalb zu Verzögerungen kommt

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Talquetamab (Talvey) bei Multiplem Myelom

  • Talvey (Wirkstoff: Talquetamab) wird empfohlen zur Zulassung für die Monotherapie bei erwachsenen Patienten mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom
  • Talvey ist ein bispezifischer Antikörper, der auf CD3-Rezeptoren auf T-Zellen und auf GPRC5D auf Plasmazellen, einschließlich maligner multipler Myelomzellen, abzielt
  • Talvey kann bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom ein teilweises oder vollständiges Ansprechen bewirken
  • Häufige Nebenwirkungen von Talvey sind Zytokinfreisetzungssyndrom, Dysgeusie, Hypogammaglobulinämie, Nagelstörungen, Schmerzen des Bewegungsapparats und Anämie
  • Die vollständige Indikation für Talvey umfasst erwachsene Patienten mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom, die mindestens drei vorangegangene Therapien erhalten haben, darunter einen immunmodulatorischen Wirkstoff, einen Proteasom-Inhibitor und einen Anti-CD38-Antikörper, und bei denen die Krankheit unter der letzten Therapie fortgeschritten ist
  • Talquetamab wird derzeit in klinischen Studien zur Behandlung des rezidivierten oder refraktären multiplen Myeloms untersucht und wird auch in Kombinationsstudien erforscht

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LymphomKompetenz KOMPAKT

In der Reihe "LymphomKompetenz KOMPAKT" Multiples Myelom (MM) berichtet | K. Weisel, Hamburg vom diesjährigen Jahreskongress der European Hematology Association (EHA2023). Für dieses Meeting, das als hybride Veranstaltung in Frankfurt/Main durchgeführt wurde, haben sich rund 15.000 Ärztinnen und Ärzte aus Europa und aller Welt registriert. Im Mittelpunkt der prägnanten Videoberichte stehen aktuelle Forschungsergebnisse und neue Standards der klinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Lymphomerkrankungen.

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Fünf-Wirkstoff-Kombination kann Multiples Myelom aufhalten

  • Eine Studie zeigt, dass eine Kombination aus fünf Medikamenten und einer Stammzellentransplantation das multiples Myelom besser kontrollieren kann
  • Die Studie namens MUK Nine OPTIMUM verglich die Ergebnisse mit einer früheren Studie anstatt einer Kontrollgruppe
  • Die fünf Medikamente in der Kombination sind Bortezomib, Lenalidomid, Daratumumab, Dexamethason und Cyclophosphamid
  • Die Behandlung mit der Fünf-Wirkstoff-Kombination führte dazu, dass mehr Patienten länger in Remission blieben im Vergleich zur Standardtherapie
  • Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die intensivierte Behandlung mit fünf Medikamenten eine vielversprechende Strategie für Hochrisikopatienten sein könnte

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Teclistamab bei Multiplem Myelom

  • Langzeitdaten der Studie MajesTEC-1 zeigen die Wirksamkeit und Sicherheit von TECVAYLI® (Teclistamab) bei rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom
  • Fast die Hälfte der Patienten erreichte ein komplettes Ansprechen oder besser, was auf anhaltendes und dauerhaftes Ansprechen hinweist
  • Die Gesamtansprechrate betrug 63%, mit über 45% der Patienten, die ein komplettes Ansprechen oder besser erreichten.
  • Häufige Nebenwirkungen waren Neutropenie, Anämie, Lymphopenie und Thrombozytopenie.
  • Die Sicherheitsprofile änderten sich während der Langzeitbeobachtung nicht
  • Positive Ergebnisse wurden auch bei der Verwendung von TECVAYLI in weniger häufigen Verabreichungsregimen (zweiwöchentlich oder monatlich) gezeigt
  • Die Ergebnisse sind vielversprechend für Patienten, die andere Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft haben

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CAR-T-Zell-Therapie besser als Standardbehandlung

  • internationale Studie (von Prof. Dr. Hermann Einsele mitkonzipiert und entwickelt) zeigt: CAR-T-Zelltherapie ist effektiver als die Standardbehandlung für das Multiple Myelom
  • Die CAR-T-Zelltherapie reduziert das Risiko eines Fortschreitens der Krankheit
  • In der Studie wurden Patienten mit einem Lenalidomid-refraktären Multiplen Myelom behandelt
  • Patienten in der Cilta-Cel-Gruppe hatten höhere Überlebenschancen und eine bessere Ansprechrate.
  • Die CAR-T-Zelltherapie könnte als frühere Behandlungsoption Heilungsmöglichkeiten für Patienten mit Multiplem Myelom eröffnen

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Erhebliche Fortschritte in der Behandlung des Multiplen Myeloms und Aussicht auf Heilung für Patienten

Am Leipziger Universitätsklinikum wird nun die CAR-T Zelltherapie gegen das MM eingesetzt. Dr. Maximilian Merz berichtet von positiven Entwicklungen bei der Behandlung.

  • Die Behandlung mit CAR-T-Zellen zeigt vielversprechende Ergebnisse mit einer Ansprechrate von 90 Prozent und gut beherrschbaren Nebenwirkungen
  • Die frühzeitige Anwendung der CAR-T-Zelltherapie kann möglicherweise zur Heilung führen
  • Vorteile der CAR-T-Zelltherapie sind geringe Nebenwirkungen, kurze Liegezeit im Krankenhaus und eine langfristige Verringerung oder das Ausbleiben weiterer Behandlungen
  • Die Zuweisung von Patienten an spezialisierte Zentren wie das Leipziger Universitätsklinikum ist wichtig, um den Therapieerfolg sicherzustellen

Link zum Artikel des Uniklinikums Leipzig

EU-Projekt ELMUMY: Faktoren die die Entstehung und das Fortschreiten vom Multiplen Myelom beeinflussen

Wie die Uniklinik heute berichtet, wird in dem EU-Projekt ELMUMY von Forschern der Universitätsmedizin Würzburg zusammen mit zwölf Partnern aus Wissenschaft und Industrie die Faktoren, die die Entstehung und das Fortschreiten des Multiplen Myeloms beeinflussen, untersucht. Das Ziel des Projekts ist es, personalisierte Diagnose, Prävention und Therapie für Krebspatienten zu ermöglichen. Das Projekt erhielt eine hohe Förderung von der EU im Rahmen von "Horizont Europa" und konzentriert sich auf die Erforschung der molekularen Mechanismen der Krankheit sowie die Entwicklung maßgeschneiderter Therapien. Das von der National and Kapodistrian University of Athens geleitete Verbundprojekt, an dem auch das Universitätsklinikum Würzburg (Principle Investigator: Prof. Dr Hermann Einsele) beteiligt ist, erhielt mit 14,5 von 15 Punkten die höchste Punktzahl und damit eine Förderung von 10 Millionen Euro, davon gehen fast 1,5 Millionen nach Würzburg.

Weitere Informationen zu dem Projekt sind in dem Artikel des Uniklinikums Würzburg zu finden.

Langzeitüberleben beim Multiplen Myelom: Zusammenhang zwischen Resterkrankung und Stammzelltransplantation untersucht

  • Multiples Myelom ist meist unheilbar, aber einige Patient:innen weisen langes krankheitsfreies Überleben auf
  • Kanadische Forscher:innen untersuchten, ob das Fehlen von messbarer Restkrankheit damit zusammenhängt
  • Allogene Stammzelltransplantation (alloSCT) hat kuratives Potenzial, aber hohe Rezidivraten, Infektionen und Graft-versus-Host-Erkrankungen verhindern dies
  • Kuratives Potential ist die Fähigkeit einer medizinischen Behandlung oder eines Verfahrens, eine Erkrankung vollständig zu heilen oder zu beseitigen
  • Die Forscher:innen führten eine Kohortenstudie mit 30 Patient:innen durch, die nach autologer oder allogener SCT mindestens sieben Jahre lang in kompletter Remission waren
  • Ein Langzeitüberleben ohne Krankheitsprogression nach Stammzelltransplantation beim Multiplen Myelom ist oft mit dem Fehlen von messbarer Restkrankheit im Knochenmark verbunden

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Vielversprechende Ansätze für Behandlung vom Multiplen Myelom

Dieser Artikel berichtet über Fortschritte bei der Behandlung von Myelompatienten in Deutschland

  • CAR-T-Zelltherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse
  • bei der CAR T-Therapie werden genetisch veränderte Immunzellen eingesetzt, welche die bösartigen Zellen erkennen und zerstören können
  • diese Therapien bieten Hoffnung auf verbesserte Lebensqualität und längere Überlebenszeiten
  • aufgrund der geringen Inzidenzrate vom Multiplen Myelom sind die Anreize, in die Erforschung von Behandlungen zu investieren, geringer
  • es ist wichtig, die Kosten-Nutzen-Abwägung im Gesundheitssystem zu diskutieren, um die bestmögliche Versorgung für alle Patienten zu gewährleisten.

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Neues Screening-Verfahren um individuelle Behandlungsoptionen zu identifizieren

Forschende der ETH Zürich und des Universitätsspitals Zürich haben hunderte von Behandlungsmethoden für das Multiple Myelom getestet

  • Die Forschenden haben ein Hochdurchsatz-Screening-Verfahren namens "Pharmakoskopie" entwickelt, mit dem sie ausserhalb des Körpers testen können, wie gut Krebszellen auf verschiedene Behandlungsmethoden ansprechen
  • Die Forschenden konnten neue effektivere Behandlungsoptionen für jeden Patienten individuell identifizieren
  • Der Ansatz ist ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin und kann Ärzten helfen, frühzeitig die beste Option für ihre Patienten herauszufinden
  • Die Methode muss jedoch noch mit klinischen Versuchen weiter überprüft werden.

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Treffen zur Jahreshauptversammlung der AMM-Online

Am 15. April 2023 haben wir uns nach langer Pandemiezeit zum ersten Mal wieder in Präsenz in Düsseldorf zur Jahreshauptversammlung zusammenfinden können. Es war ein sehr konstruktives Treffen.
• Auch wenn wir uns regelmäßig am Bildschirm zu Meetings gesehen haben und somit die Belange der AMM für Euch trotz Einschränkungen und Abstandsmaßnahmen erledigen konnten, tat es doch sehr gut, wieder einmal persönlich zusammen zu kommen.
Wir freuen uns alle, weiterhin tatkräftig am Gelingen der Arbeitsgemeinschaft Multiples Myelom mitwirken zu können.
Damit unsere Arbeit auch weiterhin möglich ist, würden wir uns sehr über eine Spende freuen.
• Wir halten die Homepage fortlaufend aktuell
• Ihr werdet immer gut über den sich rasch ändernden Wissensstand in Diagnostik und Therapie informiert
• Rat und Erfahrungswissen von Mitbetroffenen im Patientenforum
• Erfahrungsberichte
• Termine zu Veranstaltungen
• Infos zu Selbsthilfegruppen vor Ort
Mit einer Spende könnt Ihr uns in der Finanzierung der technischen Wartung und Pflege der Homepage unterstützen.
Helft mit, damit wir weiterhin für Euch da sein können!
Weitere Informationen dazu unter: https://www.myelom.org/spenden.html

Vielen Dank!


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Autologe Stammzelltransplantation - neues Medikament zur Mobilisierung der Stammzellen in der Erforschung

Multiples Myelom: Motixafortid bei Stammzelltransplantation

• Die Stammzelltransplantation gehört, trotz aller neuen Medikamente, immer noch zur sehr wirksamen Standartbehandlung in der Erstlinie beim Multiplen Myelom.
• Eine internationale klinische Phase 3 Studie untersuchte das neue Medikament Motixafortid + G-CSF zur Mobilisierung der Stammzellen für die autologe Transplantation bei Multiplem Myelom.
• Für eine Stammzelltransplantation bei Patienten sind mindestens 2 Millionen Stammzellen pro Kilogramm Körpergewicht erforderlich. Mehr sind allerdings vorteilhaft, um eine Reserve als Backup zu haben.
• Es zeigte sich, dass bei 88 % der Patienten, die Motixafortid plus G-CSF erhielten, eine optimale Anzahl von Stammzellen nach nur einem Entnahmeverfahren gewonnen werden konnte.
• Auch zeigte sich, dass die Qualität der Stammzellen ein größeres Potenzial haben, rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen zellbiologisch wieder herzustellen. Dies ist wichtig für die Genesung des Patienten nach der Therapie.
• Durch Motixafortid mobilisierte Stammzellen weisen eine verstärkte Expression von Genen und genetischen Bahnen, die mit Selbsterneuerung und Regeneration in Verbindung gebracht werden, auf. Dies ist hilfreich für die Wirksamkeit einer Stammzelltransplantation.
Die Kombination G-CSF mit Motixafortid kann den Prozess der Stammzelltransplantation bei Patienten mit Multiplem Myelom verbessern, aufgrund dessen wird die Genehmigung der Zulassungsbehörden erhofft.
Link zum Artikel

Infos zu Motixafortid 

Wunderwerk Knochen: Starres Gerüst oder doch lebendig? Was bedeutet das beim Multiplen Myelom?

Das Multiple Myelom ist die häufigste Tumorerkrankung des Knochenmarks.
In Episode 12 diskutiert Dr. P.D. Leo Rasche mit dem Osteologe Dr. Lothar Seefried über die Knochenerkrankung beim Multiplen Myelom.
• Was passiert mit dem Knochen?
• Warum fühlt sich das Myelom in gesunden Knochen unwohl?
• Was macht Bestrahlung mit dem Knochen?
• Wie entstehen die Löcher (Läsionen) in den Knochen?
• Mit welchen Therapien kann man dem Abbau entgegenwirken?
Mehr dazu auf unserer Homepage unter "Grundlagen" --> "Podcast zum Multiplen Myelom"(Staffel 3 Teil 2)
MAT-DE-2301305 v1.0 04/2023
Link zum Podcast

Nebenwirkungen von CAR-T-Zell-Krebstherapie: Schädigung der Herzfunktion

Die Wissenschaftler der
Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der
Universitätsmedizin Essen
haben untersucht, welche Veränderungen die CAR-T-Zell-Krebstherapie im Herz-Kreislaufsystem hervorrufen können. Die Behandlung mit CAR-T-Zellen wird auch beim Multiplen Myelom eingesetzt.
• Die Ergebnisse der Untersuchung wurden nun im renommierten European Heart Journal veröffentlicht, wie die medizinische Fakultät der Universität Duisburg Essen berichtet.

Durch die Behandlung mit CAR-T-Zellen hervorgerufene unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse können z.B.
• arterielle Hypertonie,
• Myokardinfarkt,
• akute Herzinsuffizienz
• kardiogener Schock und
• Arrhythmie
sein.

Dies wird von zahlreichen Faktoren beeinfluss. Risikofaktoren sind z.B.:
• vorbestehende kardiovaskuläre Erkrankungen,
• frühere Therapien,
• genetische Risiken und
• die aktuellen Therapieschemata einschließlich
• Kombinationstherapien.

Ein integriertes Kardio-Onkologie-Team muss daher kardiotoxische Nebenwirkungen sowohl der Chemotherapie als auch des Zelltransfers bei CAR-T-Zell-Empfängern berücksichtigen.
Man kann davon ausgehen, dass es in den nächsten Jahren immer mehr Indikationen zur CAR-T-Zell Therapie geben wird.


Die in der aktuellen Ausgabe des European Heart Journal veröffentlichte Studie befasst sich mit einigen der offenen Fragen zur Häufigkeit schwerer kardiovaskulärer Ereignisse (SCEs) und zur Mortalität bei Empfängern von CAR-T-Zelltherapien.
Was fördert negative Nebenwirkungen von CAR-T-Zellen?

  • Die Infusion dieser gentechnisch veränderten Produkte initiiert einen entzündlichen Hyperloop und
  • neben massiven Freisetzungen von Zytokinen auch T-Zell-bezogene Mechanismen.
  • Diese können direkte Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben.

Es ist davon auszugehen, dass CAR-T-Zell-Empfänger von einer intensiven Nachbeobachtung profitieren können.

Link zur Pressemitteilung

Link zum Artikel in Medizin NRW

Link zum Artikel im European Heart Journal

Multiples Myelom MPE Informationen zu Symptomen, Test und Untersuchungen

Welche Symptome bringt ein Multiples Myelom - Welche Test und Untersuchungen sind notwendig

  • Bewusstsein für das Myelom schärfen
  • Daten sammeln
  • Lösungen diskutieren,

Hierzu wurde von der Myeloma Patients Europe (MPE) am 27. September 2022 der Europäische Myelomtag ins Leben gerufen.

Mit dem Schwerpunkt:

  • Diagnose und den
  • Folgen und Auswirkungen von Verzögerungen bei der Erkennung des Myeloms.

Es hat sich gezeigt, dass eine frühzeitige Diagnose des Myeloms Krankheitskomplikationen minimiert und die Lebensqualität verbessert. Es zeigt sich jedoch, dass viele Patienten Verzögerungen erleiden, oft aufgrund

  • unspezifischer Symptome,
  • mangelnder Sensibilisierung für das Myelom in der Erstversorgung
  • usw.

Hierzu führte die MPE eine europaweite Studie durch, um die Diagnoseerfahrungen von Patienten, die Auswirkungen einer späteren Diagnose und Lösungen zur Verbesserung der Diagnose zu erfassen. Die Ergebnisse wurden auf Ihrer Homepage veröffentlicht.

Link (in engl. Sprache): MPE Report 2022 - Die Diagnoseerfahrungen von Myelom-Patienten u. Perspektiven von europ. Hämatologen

Die europäische Vereinigung MPE hat in diesem Zusammenhang einen Infoflyer entwickelt, der die wichtigsten Anzeichen und Symptome des Myeloms sowie die Tests und Untersuchungen beschreibt, die bei Verdacht auf ein Multiples Myelom durchgeführt werden sollten.

Diese Flyer wurden nun in Zusammenarbeit mit der AMM-Online ins Deutsche übersetzt. Diese Information und auch die dazu gehörige PowerPoint finden Sie auch auf unserer Homepage:

https://www.myelom.org/grundlagen/broschueren-und-links/allgem-ratgeber-zum-multiplen-myelom.html

Ebenso ein Informationsblatt zur AL-Amyloidose:

https://www.myelom.org/grundlagen/broschueren-und-links/begleiterkrankungen.html

Mutiples Myelom: Wenn bei Krebs die Psyche Hilfe braucht

Die Diagnose Multiples Myelom ist für viele Patienten ein Schock.

  • In Deutschland erkranken jedes Jahr mehr als 6000 Menschen an einem Multiplen Myelom.
  • Die zweithäufigste Form von Knochenmarkkrebs.
  • Das Multiple Myelom ist noch nicht heilbar.
  • Auch nach einem Rückgang der Symptome müssen sich Betroffene auf eine Rückkehr der Erkrankung, einem sogenannten Rezidiv, und auf eine erneute Behandlung
  • Das Multiple Myelom belastet nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche.
  • Auch vor der Krebsdiagnose ist oft schon eine Phase vorausgegangen, in der viel Unklarheit herrschte. Dies belastet zusätzlich.


Die Firma Sanofi hat im Myelom-Aktionsmonat März mit Prof. Dr. med. Imad Maatouk, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Uniklinik Würzburg, gesprochen:

  • Wie kann sich die Diagnose Multiples Myelom auf die Psyche auswirken?
  • Was ist für MM-Patienten in Remission ratsam, die Angst vor dem Fortschreiten der Krankheit haben?
  • Was können Warnsignale für eine Depression bei den Patienten sein?
  • Wie können Patienten ohne lange Wartezeiten psychologische Unterstützung bekommen?
  • Was können Patienten zusätzlich zu einer psychoonkologischen Therapie für ihr mentales Wohlbefinden tun und wie können Angehörige bestmöglich unterstützen?

 

Zum Artikel: Diagnose Multiples Myelom: Wenn bei Krebs die Psyche Hilfe braucht

Einfacher Bluttest bei Blut- und Knochenmarkkrebs? Früherkennung auch beim Multiplen Myelom?

Es gibt Versuche, mit einem neuen Chip eine bessere Früherkennung von Krebserkrankungen der Blutzellen und des Knochenmarks zu ermöglichen - auch beim Multiplen Myelom.

  • Das Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie (fzmb GmbH Jena) beteiligt sich seit Februar an einem Forschungsprojekt, in dem ein Test zur Früherkennung und zum Screening hämatologischer Krebserkrankungen entwickelt werden soll.
  • In diesem Projekt arbeiten 11 Organisationen aus Europa und Israel zusammmen.
  • Im Frühstadium sehr schwer zu erkennende Krebserkrankungen der Blutzellen und des Knochenmarks sind:
  • Leukämien
  • Lymphome,
  • auch das Multiple Myelome.

Im Blut der Patienten werden bei diesem neuen Verfahren zunächst

  • epigenetische Marker mit einem Fluoreszenzfarbstoff kenntlich gemacht
  • und anschließend mit einem speziellen Chip, dem „HemaChip“, analysiert.

 

  • Durch seine hohe Sensitivität bei zugleich niedrigen Kosten eignet sich der Test auch für den Routineeinsatz und könnte schnell in die klinische Anwendung gebracht werden, betonen die Beteiligten.

Dies macht Hoffnung, da Früherkennung und Diagnose sehr entscheidend im Kampf gegen Krebs sind.

Weitere Informationen: Artikel MT-Dialog

 

Blick ins Immunsystem für eine individuellere Therapieplanung beim Multiplen Myelom

Wie Professor Dr. Raab von der Uniklinik Heidelberg berichtet, haben die Heidelberger Forscher seines Teams

  • das individuelle Zusammenspiel der Immunzellen und immunologischen Mechanismen bei Patienten mit Multiplen Myelom untersucht.
  • Die verschiedenen Unterschiede im Immunsystem bestimmen das klinische Ansprechen auf die Behandlung mit sogenannten bispezifischen Antikörpern oder T-Zell-Engager (TCE).
  • TCE gehören zu einem relativ neuen Behandlungsweg beim Multiplen Myelom.
  • Die TCE wirken leider bisher nicht bei allen Patienten gleich gut.
  • Die Wirkung hängt sehr stark von der patienteneigenen T-Zell-Ausstattung ab.

 

  • Nun versuchen die Forscher herauszufinden, wie die Behandlung mit dem neuen Wissen besser planbar werden kann.
  • Die Forschungsergebnisse sind Grundlage für eine personalisierte Therapieplanung, also eine speziell auf den Patienten und „sein“ Myelom zugeschnittene Behandlung.

Die Forschung ist sehr wichtig für die Weiterentwicklung von Immuntherapien.

Dies macht Hoffnung für Patienten mit der bisher nicht heilbaren Erkrankung Multiples Myelom, die das die blutbildenden Zellen im menschlichen Knochenmark betrifft.

Zum ausführlichen Bericht der Universitätsklinik Heidelberg:  Artikel

Weiterer Artikel dazu in MTA-Dialog: Multiples Myelom: Wer von welcher Immuntherapie profitiert

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