Neuigkeiten

Dreifachkombination Selinexor, Bortezomib und Dexamethason verlangsamt refraktäres Multiples Myelom

Eine einmal wöchentliche Einnahme von Selinexor, Bortezomib und Dexamethason verlangsamt das Fortschreiten des rezidivierten oder refraktären Multiplen Myeloms. Dies geht aus einer in The Lancet veröffentlichten Studie hervor.

Selinexor bei Multiplem Myelom

Positive CHMP-Empfehlung für die Zulassungserweiterung von Carfilzomib

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Empfehlung zur Zulassungserweiterung von Carfilzomib (Kyprolis ® ) in Kombination mit Dexamethason und Daratumumab (Darzalex ® ) (KdD) erteilt (1). Wenn die Europäische Kommission diese Zulassungserweiterung genehmigt, wäre Carfilzomib neben den bereits zugelassenen Kombinationen mit Lenalidomid und Dexamethason (KRd) oder mit Dexamethason alleine (Kd) dann auch in Kombination mit Daratumumab und Dexamethason, zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorangegangene Therapie erhalten haben, indiziert. Der Antrag zur Zulassungserweiterung basiert auf den Daten der CANDOR-Studie.

 

 

Krebs: Wie Forschung den Patienten neue Hoffnung gibt

Jeder zweite Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Therapien und Heilungschancen haben sich deutlich verbessert – dank Medizinforschung.

Wo bestimmte Diagnosen früher Todesurteile waren, gibt es heute Hoffnung für Patienten: Rund die Hälfte der Krebserkrankungen in Deutschland ist mittlerweile heilbar, Tendenz steigend. Verantwortlich dafür sind Fortschritte in der medizinischen Forschung – neue Geräte, Therapien, Medikamente, wie sie auch an der Würzburger Uniklinik entwickelt werden. 
 

Studie unterstützt die Verwendung von Strahlung vor der Zelltherapie bei multiplem Myelom

Laut einer neuen Studie von Forschern des Abramson Cancer Center an der University of Pennsylvania, die am Dienstag, Oktober, vorgestellt wurde, erwies sich die Verabreichung einer Strahlentherapie an Patienten mit multiplem Myelom, die auf die Herstellung von CAR-T-Zellen warten, als sicher und unterbrechungsfrei für die CAR-T-Therapie 27.

Die Studie ergab, dass Patienten, die 34 Tage oder weniger vor ihrer Infusion mit CART-BCMA-Zellen (B-Zell-Reifungsantigen) bestrahlt wurden, keine schlechteren Raten des schweren Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS) oder der Neurotoxizität aufwiesen, zwei häufige Nebenwirkungen der Zelltherapie. und hämatologische Toxizitäten als Patienten, die keine sogenannte Überbrückungsversorgung hatten.

Studie zur Bestrahlung vor der Zelltherapie beim Multiplen Myelom

Welche Signalwege fördern die Progression des Smoldering Multiplen Myeloms?

Bereits bevor Symptome beim Myelom auftreten, weisen einige Patienten die Vorläuferläsion namens Smoldering Multiple Myeloma auf. In einer Studie kamen nun drei Signalwege zutage, die die Manifestation vorantreiben.

Mehr unter...

DGHO 2020: Rezente Daten zum Multiplen Myelom

Im Videostatement gibt Dr. Burger eine Zusammenfassung ihrer persönlichen Highlights zu den Sessions:

  • Management von Patienten mit autologer Transplantations-Option bei neu diagnostiziertem Multiplen Myelom
  • Management von Patienten mit Smouldering Myelom sowie Patienten ohne Transplantations-Option bei neudiagnostiziertem Multiplen Myelom
  • Rezidivtherapie Multiples Myelom
  • MRD Diagnostik: reif für die klinische Routine?
  • Allogene SZT vs. Alternative Immuntherapien beim Hochrisiko MM
  • Neue Therapiekonzepte

Zum Video

Expertengespräch: Update 2020 Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms – DKG-Thesen 2020/2021

Auf dem jährlichen Treffen der American Society of Hematology (ASH 2019) und auch dem Europäischen Hämatologenkongresses (EHA 2020) diskutieren die führenden Experten aus Deutschland die aktuellen Therapieempfehlungen, die auch bei der deutschen Krebsgesellschaft (DKZ) veröffentlicht werden. Das Ziel dieses Expertengesprächs ist es, auf Grund der neuen Publikationen vom ASH und vom EHA eine Orientierungshilfe  für die Diagnostik, die Behandlung und auch die Kontrolle der MM-Patienten zu geben.  Es ist ein guter Leitfaden für den Alltag der Ärzte in der Praxis mit dem Multiplen Myelom.

Insbesondere wurde über so wichtige, uns alle interessierende, Dinge wie
- die Bedeutung des MRD (minimale Resterkrankung),
- dem Stand der autologen Stammzelltransplantation,
- der Erhaltungstherapie
- neue Medikamente und Therapieansätze,
- neue Zulassungen und neue Medikamentenkombinationen
gesprochen.

Im "Journal Onkologie" wurde eine schöne Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse des Expertengesprächs Multiples Myelom 2019/2020 von Frau Prof. Dr. med. Monika Engelhardt (Freiburg) veröffentlicht.

Mehr unter...

Neue App soll Krebspatienten unterstützen

Eine neue Smartphone-App für Patienten mit Krebserkrankungen steht jetzt zum Download bereit. Die App MIKA soll dazu beitragen, die Lebensqualität Be­troffe­ner noch stärker im Blick zu behalten. Entwickelt hat die MIKA-App das Berliner Start-Up-Unterneh­men Fosanis. Experten des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) und der Berliner Charité haben die medizinisch-fach­lichen Inhalte beigesteuert.

Mehr unter...

Belantamab Mafodotin - Hoffnungsträger für Myelom-Patienten mit schlechter Prognose

Mit Belantamab-Mafodotin ist eine neue Therapieoption für Patienten mit Multiplem Myelom (MM) verfügbar. Das Präparat richtet sich an erwachsene Patienten mit rezidiviertem und therapierefraktärem MM, die nicht mehr auf einen immunmodulatorischen Wirkstoff, einen Proteasom-Inhibitor oder einen monoklonalen Antikörper gegen das Oberflächenprotein CD-38 ansprechen. Während der letzten Therapie muss ein Fortschreiten der Erkrankung nachgewiesen worden sein. Für diese Gruppe war die Prognose bislang schlecht.

Mehr Infos unter...

CAR T-Zellen beim Multiplen Myelom: State of the Art and zukünftige Entwicklungen

Trotz der jüngsten therapeutischen Fortschritte ist die Prognose von Patienten mit Multiplem Myelom (MM) nach wie vor schlecht. Daher sind neue Strategien zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse unerlässlich. Die T-Zell-Therapie mit dem chimären Antigenrezeptor (CAR) hat die Behandlungslandschaft von B-Zell-Malignomen verändert und stellt eine potentiell kurative Option für Patienten dar, die auf die Standardbehandlung nicht ansprechen. Langfristige Remissionen bei Patienten mit akuter lymphoblastischer Leukämie und Non-Hodgkin-Lymphom haben die weitere Entwicklung von MM gefördert. B-Zell-Reifungsantigen (BCMA)-gezielte CAR-T-Zellen haben bei stark vorbehandelten Patienten hervorragende Ergebnisse erzielt. Mehrere andere Antigene wie SLAMF7 und CD44v6 werden jedoch derzeit mit viel versprechenden Ergebnissen untersucht.

Mehr unter...

Leben mit geschwächtem Immunsystem bei Krebs

Krebserkrankungen und die damit verbundenen Therapien können das Immunsystem der Betroffenen angreifen. So kann eine Immunschwäche bzw. ein erworbener Immundefekt, auch sekundärer Immundefekt genannt, entstehen. Am häufigsten betroffen sind Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), multiplem Myelom (MM) oder anderen Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL).

Zusammenhänge zwischen Krebserkrankungen und Immunschwäche

TOURMALINE-MM2: Ergebnisse der klinischen Phase-3-Studie zur Bewertung von NINLARO bei neu diagnostiziertem multiplen Myelom

Takeda Pharmaceutical hat die Ergebnisse der Phase-3-Studie TOURMALINE-MM2 veröffentlicht, in der die Zugabe von NINLARO (Ixazomib) zu Lenalidomid und Dexamethason im Vergleich zu Lenalidomid und Dexamethason plus Placebo bei neu mit multiplem Myelom diagnostizierten Patienten, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation in Frage kommen, untersucht wurden.

Mehr unter... 

Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie: Anlage XIIBeschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach § 35a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) Daratumumab

Daratumumab
(Neues Anwendungsgebiet: Multiples Myelom, neu diagnostiziert, Patienten für autologe Stammzelltransplantation nicht geeignet, Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason)

Daratumumab
(Neues Anwendungsgebiet: Multiples Myelom, neu diagnostiziert, Patienten für autologe Stammzelltransplantation geeignet,Kombination mit Bortezomib, Thalidomid und Dexamethason)

 

Mehr unter...

 

Neue Erkenntnisse zur Therapie des Multiplen Myeloms: Was können die neuen Immuntherapien?

Immuntherapien werden zu weiteren Fortschritten bei der Behandlung von Patienten mit einem Multiplen Myelom führen, so der Experte. Insbesondere zwei Ansätze sind derzeit vielversprechend, aber noch nicht zugelassen: die CAR-T-Zelltherapie und spezielle Antikörper. Auch wenn beide sich gegen denselben Eiweißstoff auf den Myleomzellen richten, gibt es einige Unterschiede: Die Herstellung von CAR-T-Zellen ist sehr aufwendig und kompliziert, jedoch reicht eine einmalige Infusion aus, um ein langes Ansprechen zu erreichen. Antikörper werden dagegen als Dauertherapie gegeben und brauchen etwas länger, bis die Wirksamkeit eintritt. Jedoch sind sie sofort einsetzbar. Prof. Scheid erklärt auch, welche Patienten für solche Therapien infrage kommen.

Im Gespräch: Prof. Dr. Christoph Scheid (Köln)

CAR-T-Zell-Therapie für ein Zehntel des Preises realisierbar

Neue CAR-T-Zell-Therapien gegen bestimmte Krebserkrankungen des Bluts und des Lymphsystems sind teuer: Die Hersteller verlangen bis zu 320.000 Euro für die Produktion der Immunzellen für einen Patienten. Laut einer Berechnung aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) ließe sich die Therapie in einer öffentlichen wissenschaftlichen Einrichtung deutlich günstiger realisieren. Die Kostenanalyse des DKFZ ist im International Journal of Cancer erschienen.

Mehr unter...

CAR-T-Zell-Therapie an 26 Zentren in Deutschland verfügbar

CAR-T-Zellen sind mittlerweile an 26 Zentren in Deutschland verfügbar. Mehr als 300 Patienten wurden damit behandelt. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Hä­ma­tologie und Medizinische Onkologie (DGHO). Laut einer Umfrage der Fach­gesellschaft sind die Erfahrungen der Zentren mit der Behandlung gut.

Mehr unter...

EMA gibt grünes Licht für Antikörper-Wirk­stoff-Konjugat bei Multiplem Myelom und für 10 weitere Medikamente

Für Patienten mit fortgeschrittenem Multiplen Myelom, die auf bisher zugelassene Mittel nicht angesprochen haben, gibt es demnächst eine neue Therapie-Option.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich für die Zulassung des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats Belantamab-Mafodotin ausgesprochen, bei dem der Antikörper Belan­tamab die gezielte Aufnahme des Zytostatikums Mafodotin veranlasst, was in einer Phase-2-Studie bei etwa 1/3 der Patienten eine Therapieantwort erzielt hat, die das Leben der Patienten verlängerte.

Eine Zulassung für das Medikament und 10 weitere von der EMA empfohlene Mittel durch die Europäische Kommission steht zu erwarten.

Mehr unter...

Wissenschaftler überprüfen den Stellenwert der Blutstammzelltransplantation bei fortgeschrittener Erkrankung

Das Multiple Myelom ist eine der häufigsten Formen des Knochen- bzw. Knochenmarkkrebses in den westlichen Ländern. Neben der Hochdosis-Chemotherapie gefolgt von einer Blutstammzelltransplantation haben vor allem neue Medikamente die Situation der Betroffenen in den letzten Jahren deutlich verbessert. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) haben nun im Rahmen einer multizentrischen Studie der „German-speaking Multicenter Myeloma Group“ (GMMG) die Therapieverfahren miteinander verglichen und den Stellenwert einer erneuten Blutstammzelltransplantation bei fortgeschrittener Erkrankung untersucht. 

Stellenwert der Blutstammzelltransplantation

Positive Ergebnisse aus zulassungsrelevanter DREAMM-2-Studie

GlaxoSmithKline hat positive Ergebnisse aus der zulassungsrelevanten, randomisierten Open-Label-Studie DREAMM-2 mit Belantamab-Mafodotin in zwei Dosierungen veröffentlicht.

DREAMM-2-Studie

 

Video und Folien zum 1. Digitalen-Myelom Forum Würzburg vom 4.07.2020

Am 4. Juli 2020 fand das 1. Digitale Myelom Forum in Würzburg statt. Das Forum wurde federführend organisiert von der Stiftung zur Förderung der Krebsforschung an der Universität Würzburg (www.forschung-hilft.de) und dem Verein Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V. (www.kampfgegenkrebs.de).

Bereits seit vielen Jahren besteht ein sehr enges und gutes Verhältnis der AMM-Online zum Universitätsklinik Würzburg, der oben genannten Stiftung und dem Verein.

Wir freuen uns sehr Ihnen die Folien von Prof. Dr. Hermann Einsele zum Thema „Neue Therapiemöglichkeiten beim Multiplen Myelom“ als pdf und als Video zur Verfügung stellen zu dürfen

Bitten denken Sie daran: Das sinnvollste Mittel gegen Krebs ist eine Spende für die Forschung!

Machen auch Sie mit und unterstützen Sie neue, erfolgversprechende Forschungsansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebs!

Spendenkonto: Stiftung zur Förderung der Krebsforschung an der Universität Würzburg: DE19 7905 0000 0000 0655 65

Sie möchten uns unterstützen?

Die Selbsthilfegruppe finanziert sich durch Spenden und freie Zuwendungen. Mit Ihrer Spende helfen Sie, unsere Arbeit in der Plasmozytom / Multiples Myelom Selbsthilfe zu unterstützen.